Ein Schulleiter fällt vom Himmel
Hallo liebe Homepagebesucher!
Nachdem ich einigen Schülerinnen und Schülern von einem „kleinen Abenteuer" erzählt habe, schauten sie mich teilweise ungläubig an, im Sinne von: der erzählt uns hier ein Märchen. Doch dies ist nicht der Fall, es ist alles wahr und tatsächlich erlebt. Zu meiner „kleinen Geschichte" gibt es dann auch noch ein paar passende Bilder.
Am Samstag, den 28.Mai 2011 erfüllte ich mir einen kleinen Traum. Als Geburtstagsgeschenk durfte ich einen Tandem-Fallschirmsprung erleben.
In Begleitung meiner Familie wurde ich zunächst auf einem kleinen Flugplatz bei Viersen auf den Sprung vorbereitet. Mein Sprungpartner „Jan aus Holland" (ersten Kommentar von mir: „Ich springe trotzdem") ging mit mir einige Vorübungen durch und dann ging es auch schon in das kleine Flugzeug. Gemeinsam mit meinem Kameramann (eine Aufzeichnung der ganzen Geschichte hatte ich ebenfalls dazu geschenkt bekommen) und einigen weiteren Springern stiegen wir langsam auf 4000m Höhe. Jan befestigte alle „lebenswichtigen" Gurte mit seiner und meiner Ausrüstung. Nach ca. 20 Minuten hatten wir wohl die erforderliche Höhe erreicht. Ich merkte das daran, dass Jan mir die Gurte noch fester schnallte und dann die Tür zum Absprung geöffnet wurde. Nachdem die ersten drei „Profispringer" das Flugzeug verlassen hatten, schob mich Jan von hinten immer weiter nach vorne an die Absprungkante – jetzt war es soweit. Jan gab den letzten Ruck. Was dann kam ist kaum zu beschreiben: eine Minute freier Fall bei einer Geschwindigkeit von ca. 200km/h – „Wahnsinn, irre, verrückt, voll krass ... . Ich versuchte ruhig zu atmen, doch der enorme Flugwind verhinderte das gleichmäßige Luftholen. Ich sah, wie der Kameramann auf mich zu steuerte und ich winkte ihm zu – unglaublich, wie leicht das bei einem solchen Tempo aussah. Jan berührte mit seiner Hand meine Schulter und dann wusste ich, jetzt soll der Fallschirm aufgehen. Mit einem Schwung nach oben bemerkte ich dann das Öffnen des Fallschirms („ehrlich – ich hatte absolut nie Angst). Ich trudelte mit Jan Richtung Boden, schaute noch mir etwas die Gegend an und sah schließlich die Landewiese. Ich konzentrierte mich jetzt auf die Landung. Ich streckte die Beine hoch nach vorne, damit Jan mit seinen Füßen den Bodenkontakt herstellen konnte. Dann sollte ich einfach die Beine nach unten nehmen und wir beide saßen auf der Wiese – gelandet. Jan machte sich hinter mir los und ich legte mich noch einen Moment einfach auf den Rücken – geschafft, ein unglaubliches Gefühl. Mein Kameramann stand auch schon wieder da und fragte mich: „Na, wie war's?" Ich antwortete überwältigt: „Wahnsinn – der absolute Wahnsinn".
So etwas kann man sich vielleicht vorstellen, aber das eigentliche Erleben ist unbeschreiblich. Für mich steht fest: sollte ich nochmals die Gelegenheit für einen Fallschirmtandemsprung bekommen, ich würde es immer wieder tun.
Alfred Himpeler
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